Beiträge zum Neoliberalismus



Die Coronakrise offenbart uns die Anfälligkeit schrankenloser Globalisierung.
Freiheit darf nicht verwechselt werden mit Disziplinlosigkeit.
Nachhaltigkeit heißt zunächst: wieder hin zur Disziplin!

Totalindividualismus ist das Gegenteil von gemeinsamer Verantwortung.
Ignorante Freiheit ist nur Willkür.
Disziplin ist nicht sofort Unterdrückung individueller Freiheit, sondern zunächst eine Notwendigkeit des Lebens.
Bsp 1. Selbstdisziplin, das ist Streben, Arbeit, kann für Deutsche sogar Pünktlichkeit bedeuten.
Bsp 2. Gesellschaftliche Disziplin sind Auflagen der gesellschaftlichen Ordnung, sind also Schranken der Willkür.
Zur Freiheit gehört also die Einsicht in Notwendigkeit.
Natürlich kann Disziplin auch ausarten zum Gehorsam.
Gehorsam ist die Forderung von Polizeistaat und Diktatur. Darüber müssen wir wachsam gerüstet sein.


1936 war ein Jahr großer Erfindungen: auch viele Petrol-Kunststoffe wurden 36 erfunden.
Nach 1945 begann der zivile Siegeszug der Kunststoffe.
Seit 60 Jahren werden Dämmstoffe mittels Kunststoffen zu Matten "verklebt": zuerst Glasfaser mit Formaldehyd, später Phenolharz, Polyuretan; es kamen Styropor, Styrodur, PU-Hartschaum. Diverse Fasern, sogar Naturfasern werden mit Polyester oder Polyolefin thermoplastisch zu Dämm-Matten verklebt.
Eine Rohstoffwende muss her!



Am 30. März 1818 wurde der Vater der Genossenschaften geboren.
Am 05. Mai 1818 wurde der Vater der Kapitalismuskritik geboren.


Ergänzende Literatur zu diesem Thema


Besitz ist nichts, Verantwortung ist alles

persönliche Erklärung (Rainer Nowotny)

Wem gehören die Fabriken, die Kraftwerke, das Land, die Bodenschätze? Der bürgerliche Rechtsstaat schließt die Kreation von Eigentum aus, er übernimmt stets Eigentum aus früherer Zeit. Landnahme oder ein neu definierter Besitz entsprechen nicht dem Besitzgrundsatz eines bürgerlichen Rechtsstaates. Auch ein neu definierter Besitze - etwa eines Sterns - sollte eigentlich nicht konform sein mit bürgerlichem Rechtsstaat.

Wird etwas geschaffen oder geschöpft, ein Produkt, eine Erfindung, ein Markenname, so wird das Eigentum daran auf früheres Eigentum zurückgeführt, durch Anmeldung, Anzeige oder Verkauf dessen, der sein Eigentum an der vergegenständlichten Arbeit nachweisen kann, der die Werkbank sein Eigentum nennt, der den kreativen Mitarbeiter bezahlt.

Geschaffenes, Geschöpftes, Hergestelltes sind (ohne Beschränkung der Allgemeinheit) gesellschaftlich erbrachte Arbeit. Aber das Eigentum daran wird zurückgeführt auf das Eigentum an Produktionsmittel, an Grundstücken und zurückgeführt auf die Bezahlung von Arbeit. Kraft bürgerlichem Gesetz gehen die Ergebnisse in den bürgerliche Besitz einer einzelnen natürlichen oder juristischen Person, aber nicht an eine Gemeinschaft.
Fabriken werden durch viele Menschen erbaut und mit Leben erfüllt. Fabriken sind Gemeinschaftsaufgaben. Und doch gehören diese demjenigen, der in früherer Zeit Gründung oder Erwerb beweisen konnte.

So war auch die Hanf-Fabrik bis 2013 im bürgerlichen Besitz von Rainer Nowotny.
Und hier spürte ich den Widerspruch zwischen Gemeinschaftsaufgabe und Privateigentum.

Die Hanf-Fabrik übergab ich 2013 aus meinem Privateigentum ohne Gegenleistung an die Hanf-Genossenschaft. Nur die radikale Vernichtung von Privateigentum an Produktionsmitteln und Knowhow und die Übergabe an eine gesellschaftliche Eigentumsform konnte diesen Widerspruch zwischen Gemeinschaftsaufgabe und Privatbesitz in mir lösen.

Seit 2013 ist die Hanf-Genossenschaft Eigentümerin der Hanf-Fabrik. Ich selbst habe, wie alle anderen Mitglieder auch, nur eine Stimme.

Prenzlau, den 13.02.2013
Rainer Nowotny