HL - Dämm - Estrich

Hanf-Lehm-Unterbodenschicht

ausgleichende Zwischenschicht zur Trittschalldämmung

  • formschlüssiger Abschluss über einer Trittschalldämmung
  • Einbettungsmörtel einer Fussbodenheizung
  • Ausgleichschüttung unter einem Akustikvlies

Trittschalldämmung im Altbau zwischen einer Balkendecke

Im Altbau ruhen die Geschossdecken meist auf Fussbodenbalken. Aber Balken übertragen den Trittschall.

Den Trittschall einer Balkendecke dämmt man über einen Fehlboden / Blindboden, der Hanf-Schall-Schüttung und dem Hanf-Dämm-Estrich, bevor dann wieder Holzdielen verlegt werden.

Der HL-Dämm-Estrich wird in der Regel nicht erdfeucht als Mörtel eingebracht, sondern als Trockenschüttung glatt abgestrichen. Nun erfolgt ein gutes Besprühen der Oberfläche mit hinreichend (nicht zu wenig!) Wasser. Der Lehmanteil wird durch das Wasser aktiviert und die Unterbodenschicht verglebt wie ein Mörtel.

Dieses Wasser muss wieder verdunsten.

Wenn der HL-Dämm-Estrich gut trocken ist, kann die Dielung verlegt werden.

LLS200 und HL-Dämmestrich LLS200 und HL-Dämmestrich


Trittschalldämmung, Trockenstrichplatten und dann Fliesen

  1. Auf einer stabiken Geschossdecke wird die LLS 200 wie gewohnt lagenweise verteilt, verdichtet und geglättet.
  2. Eine Hilfskonstruktion aus Blechschienen wird kreuzweise nivelliert.
  3. Zwischen die nivellierten Blechschienen-Konstruktion wird der HL-Dämm-Estrich eben abgezogen.
  4. Der HL-Dämm-Strich wird mit hinreichend (nicht zu wenig!) Wasser vorsichtig besprüht. Er muss abtrocknen.
  5. Die Hilfkonstruktion aus Blechschienen kann entfernt werden, kann aber auch in der Dämmung verbleiben.
  6. Ein hinreichend starrer Belag aus Trockenestrichplatten wird auf den HL-Dämm-Estrich verlegt und starr verbunden.

Wichtiger Hinweis:

Grundsätzlich gilt für jede Trittschalldämmung: Der schwimmende Belag über einer Trittschalldämmung muss einen starren Körper bilden.

Starrer Körper bedeutet:

  • nicht verformbar
  • homogen

Da heute großformatige und im Verhältnis zum Format dünne Fliesen beliebt sind, Starrheit und Steifigkeit des schwimmenden Belages um so wichtiger. Einfach gefalzte, dünne Trockenstrichplatten sind oft nur für dünne (geringe) Trittschalldämmungen geeignet.

Der Dämmestrich, in der Oberfläche benässt und getrocknet, ist bedingt begehbar. Er hat gewisse Flexibilität und kann vorsichtig begangen werden. Die Kanten drückt sich ein. Daher Vorsicht. Durch vorsichtiges Begehen werden Fussabdrücke erkennbar. Diese Konturen werden durch die Belastung der Trockenestrich-Platten wieder egalisiert.
Durch Kanten enstanderene Brüche sind mit der Hand wieder zu begradigen.

Dämmestrich und eine steife Verbindung von 3 Trockenestrichplatten


Einbettungsmörtel einer Fussbodenheizung

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Ausgleichschüttung unter einem Akustikvlies

Ist im Rekonstruktionsbau nicht genug Bauhöhe für eine "echte" Trittschalldämmung vorhanden, so ist ein Hanf-Akustikvlies eine sehr gute Alternative zur einfachen akustischen Entkopplung. .

Betondecken sind manchmal extrem uneben, haben Reparaturstellen oder sind manchmal auch abschüssig.

Selbstnivellierende Ausgleichsmassen besitzen für die extreme Herabsetzung ihrer Viskosität einen Cocktail an Chemikalien, die man eigentlich nicht so gern im Haus haben möchte. Reine Zementmischungen wären eine Lösung, verlangen aber über 28 Tage ausreichend Wasser.

Der halbtrockene Hanf-Lehm - Dämm-Estrich ist eine echte Alternative als Ausgleichsschüttung bis 30 mm.

Er wird trocken nivelliert und dann ausreichend oberflächlich benässt. Für das Trocknen braucht er gewöhnlich 1 Woche. Dann kann er VORSICHTIG betreten werden.

Bei einer Bauhöhe von 0,5 bis 3 cm folgt dann ein Akustikvlies für eine hinreichende akustische Entkopplung.

Ein Akustikvlies ist als Trittschalldämmung zwar nicht mit der Schallschüttung LLS-200 vergleichbar - theoretisch ja, praktisch nein - aber immerhin.


Dämm-Estrich und Akustikvlies HDM10