häufige Frage:

Verzicht auf Folie?

Braucht man eine Dampfbremsfolie?


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unser Dach wird ausgebaut. Die Trockenbaufirma will eine Dampfbremse einbauen. Muss das sein? 
Geplant ist eine Hanfdämmung, darüber eine OSB Platte ( 12 mm ) und darüber eine Gipskartonplatte (12mm) 
die anschließend verputzt wird. Brauche ich eine zusätzliche Dampfbremse? 
E. aus Sch.


Hallo Frau E.,

eine zusätzliche Dampfbremsfolie benötigen Sie nicht. Bei "korrekter" Ausführung bei der Montage der OSB-Platten bezog auf die sachgerechte also geleimte Nut-Feder-Verbindung erfüllt die OSB-Platte bereits die von uns geforderte Diffusionsbedingung. Wenn auf das Verleimen der Nut-Feder-Verbindung verzichtet werden will, muss die Verbindung überklebt werden.

OSB-Platten haben je nach Dicke einen Diffusionswiderstand von 2,0 - 4,5 m.
Damit ist unsere Diffusionsforderung von sd_innen >> 4 x sd_hanf für alle gängigen Dämmstärken erfüllt.


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wir haben eine Doppelhaushälfte gekauft, an welche wir einen Flachanbau anbauen. 
In diesem Flachanbau haben wir für alle dämmbaren Flächen mit ihren Produkt 
Stopfhanf (HDW-ST: Stopfhanf - Klemmwolle) gearbeitet. 
Auch in den beiden geplanten Nassräumen, im Bad und im Gäste-WC mit Dusche, 
möchten wir gern die Zwischensparrendämmung mit dem Stopfhanf und ohne weitere Folie verbauen.

Spricht aus ihrer Sicht etwas gegen diese Vorgehensweise?
Gibt es Punkte, welche wir in der Ausführung beachten sollten?

Weiterhin sind wir am überlegen, das Flachdach mit einer Holzkonstruktion zu versehen 
und diese dann in Form einer Aufsparrendämmung auch mit dem Stopfhanf zu dämmen. 
Ist auf diese Holzkonstruktion ein Verschweißen mit Dachpappe sinnvoll, 
um die Diffusionsoffenheit zu gewährleisten oder sollten wir aus ihrer Sicht eine andere Vorgehensweise wählen?

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S. aus St.


Hallo Herr S.

grundsätzlich ist das sicherlich o.k. obwohl wir Diffusionsbedingungen verlangen, um eine schadensfreie Langlebigkeit des Materials zu gewährleisten. Diese Angaben kann ich aus Ihrer Email nicht erlesen.

Bei den Feuchträumen ist es etwas anders. Gewährleistungen für Feuchträume sind ohnehin schwierig, da jeder das Badezimmer anders nutzt. Kinder veranstalten auch gern mal eine Wasserschlacht. Also bei Feuchträumen geben wir diese Gewährleistungen bei vereinfachten Diffusionsbedingungen nicht. Aber auch hier gilt, dass bei einer einigermaßen friedlichen Nutzung der Badräume keine Schadensfälle in unserer Hanffaser-Dämmung bekannt wurden.

Aufsparrendämmung ist natürlich möglich. Auch hier gilt, dass innen ein ausreichender Diffusionswiderstand durch den konstruktiven Aufbau erreicht sein muss, insbesondere sd_innen deutlich größer als die Hanf-Dämmstärke. Eine Folie ist nicht nötig und wir empfehlen auch, auf Folie zu verzichten. Auf einen innen-Diffusionswiderstand müssen wir jedoch bestehen; auch ohne Folie!

Achtung beim "Verschweißen" von Bitumenbahnen! Stopfhanf hat zwar eine gute Brandschutzklasse, bleibt aber brennbar. Das Verschweißen von Dachpappe arbeitet mit offener Flamme mit nicht geringer Temperatur. Ich bitte hier sehr um sehr sachgerechte Arbeit und allen nötigen Brandschutzvorkehrungen.