Hanf-Erntemaschine öffnet ihre Quellen


Erklärung von Rainer Nowotny: Daidalos und Archimedes waren große Erfinder, die zu Ihrer Zeit hoch geehrt wurden. Sie forderten noch kein Urheberrecht. Ihnen war Ruhm und Nachruhm Lohn genug. Galilei begnügte sich nicht mit Ehre, er forderte bereits Privilegien aus seinen Erfindungen, die er durch Niederschrift in Recht zu bringen suchte. Die Industrialisierung begann mit großen Erfindungen um Spinnmaschine und Dampfmaschine. Und mit dieser Industrialisierung eng verbunden war der Kampf um Privilegien aus der Urheberschaft. Der Patentschutz hatte in jener Zeit sicherlich die großen Erfolge der Industrialisierung unterstützt. Zuerst in England, später in Frankreich, Deutschland und den andren Industriestaaten. Aus diesen mit staatlicher Gewalt verbrieften Rechten zur alleinigen Nutzung von Innovationen entwickelten sich über die letzten 200 Jahre große Konzerne, die heute wesentlich um ihre Patentschutzprivilegien kämpfen, aber die eigentlichen Innovationen dadurch eher unterdrücken oder mindestens verschließen. Ich persönlich aber glaube, dass weniger Urheberrecht mehr Innovationen ermöglicht.
Ich persönlich wünsche mir sogar den Verzicht auf Urheberrechte und die breite Freigabe von Innovationen. 06.08.2023

Es gibt mitunter Menschen, die eilen ihrer Zeit voraus, ohne den gebührenden Respekt zu erhalten, und wenn ihr Leben endet, geht ihrer geistigen Vorsprung scheinbar verloren, doch im Unterbewusstsein der Menschheit bleiben diese Ideen.

Manchmal erinnern sich Spätere an sie, manchmal werden sie von Späteren postum geehrt wie Burkhard Heim oder Konrad Zuse.

Eine oder zwei Bedeutungsstufen unter diesen beiden gibt es durchaus zahlreiche Beispiele. Hans-Helmut Kranemann war ein Konstrukteur von Landmaschinen. Als er ohne geregelte Nachfolge ging, hinterließ er einige geniale Ansätze.

Einer dieser ist seine Hanf-Erntemaschinen-Technologie. Zwei Maschinen stehen in Prenzlau, drei weitere irgendwo in der Welt.
Doch der Ansatz zur Hanf-Ernte ist so treffend, praxisbewährt und inzwischen so dringend!
Eine Weiterentwicklung ist nicht in Sicht.
Wer nimmt sich dieser Aufgabe an?
Eine CAD-Gemeinschaft der offenen Entwicklung?
Gebaut und montiert muss dann auch noch werden.
Vor allem aber muss die Technologie weiter entwickelt werden.

Erntemaschinen für Getreide, Zuckerrüben, Silomais, Baumwolle und so weiter werden von international agierenden Konzernen entwickelt, gebaut und vermarktet. Diese Konzerne leben vom weltweiten Vertrieb und bewegen sich mit jeder noch so kleinsten Neuerung immer im potentiellen Patentstreit. Das ist genau so wie im Automobilbau, wie in der Pharmazie, in der Chemieindustrie, in allen Branchen, die durch internationale Konzerne vertreten werden.

Ein gänzlich neues Thema lohnt sich erst, wenn große Stückzahlen dahinter steht. Dann erst lohnen sich Urheberrechteanmeldungen und die damit verbundenen Patentstreitigkeiten.

Hier schlagen wir nun einen ganz anderen Weg vor: Konstruktion ohne Urheberrechte.

In Prenzlau trafen sich die Anwender der Kranemann-Hanf-Ernte-Technologie, Konstrukteure, Maschinenbauer und Steuerungstechniker, alle bereits erfahren in der Modulentwickung von Maschinen, die dem robusten Ackerbau gewappnet sind, Wetter und Unwetter standhalten, den Stress während der Ernte vertragen.

Das eigentlich Wichtige ist doch,
1. altes Wissen sollte nicht verloren gehen
2. Technologie muss weiterentwickelt werden

Darüber hinaus ist es erstrebenswert
1. sein Wissen mit anderen zu teilen
2. sich gegenseitig zu inspirieren

Im Fall der Hanf-Ernte-Maschine baut man auf dem Wissen eines genialen Konstrukteurs auf, rauf sich zusammen, spricht über den Ansatz der Urkonstruktion, unterrichtet sich über die Einzelheiten, trennt die Aufgaben in
Aufnahme des Vorbildes,
CAD-Konstruktion,
Rücksprache mit Werkstatt und Anwender,
Entwicklung von Antrieb, Kraftübertragung und Steuerung - in diesem Fall geschieht viel hydraulisch -, und einiges mehr.
Übergibt schließlich die Einzelteilfertigung Partnern in Zerspanung, Metallverarbeitung, Hydraulikmontage und so weiter,
hält regen Austausch,
geht endlich zur Endmontage zum eigentlichen Maschinenbauer und
wagt sich endlich in die ersten praktischen Versuche.

Nach einigen Problemen und einem Zurück in die Werkstatt sollte dann eine solche Hanf-Ernte-Technologie die Grundlage sein, für eine gelungene Basis zur Weiterentwicklung.

Dieses hier ist Aufruf zur Mitarbeit und ist vielleicht ein Vorbild für viele weitere Konstruktionen ohne Urheberrechte.


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