Innovation: Hanflehm-Steine – Hempcob
Der Begriff Baulehm (engl. cob) beherbergt eine Unzahl an verschiedenen Baukünsten mit dem Werkstoff Lehm. Informationen hierzu: Historischer Lehmbau
Hanflehm (engl. hempcob) ist die moderne Version dieser Baustoffklasse.
Lehm heißt: Ökologisch. Hanf heißt: Wärmedämmung. Beides heißt: Gutes Haus.
Hanf-Lehm-Steine (engl. hempcob stone) hört sich einfach an, ist aber nicht einfach zu machen. Nicht mit der Hand, wie früher die Lehmsteinmacher, sondern mechanisiert und automatisiert, vielleicht später durch Roboter gefertigt.
Die Anwendungen wären heute so vielfältig.
Die darüberhinausgehenden Möglichkeiten wären so reich.
Vorsatzschale (Innendämmung) oder selbsttragende Innenwand
Hanf und Lehm sind zwei Baustoffe, die nicht nur seit Jahrhunderten gemeinsam verbaut werden, sie ergänzen sich in vielen Vorteilen und harmonieren wie selten zwei Baustoffe. Beide Baustoffe sind feuchtigkeitsfreundlich, tauschen miteinander Feuchtigkeit und geben diese schnell weiter, sind sehr langlebig und vollkommen gesundheitsneutral. Beide Baustoffe verbinden sich gut miteinander und ergänzen sich in ihrem Verhältnis von Wärmedämmung und Wärmespeicherung.
Leichtlehm – 2DF-Steine 500
Wände aus Hanflehm-Steinen dienen der Wärmedämmung im Innenaufbau einer Außenwand. Auch als Zwischenwand, die nicht nur Wärme dämmen, sondern auch Schall dämmen sollen. 2DF-Steine werden entsprechend den Regeln des Maurerhandwerks mit Hanf-Dämm-Mörtel als nichttragende Wand, als Vorsatzschale oder als wärmedämmende Ausfachung von Fachwerk verarbeitet.
| Bauphysikalische Eigenschaften | |
|---|---|
| Temperaturleitwert | a = 0,112 mm²/s |
| Wärmedurchgangswert (statisch) | λ = 0,005 W/mK |
| Wärmeverlustwert (dynamisch) | 1/b = 0,004 Wvs/m²K |
| Dichte (trocken) | 500 kg/m³ |
Verarbeitung mit Hanf-Dämm-Mörtel
Um die Wärmedämmung der Hanflehm-Steine nicht durch Wärmebrücken (f. Kältebrücken) des Fugenmörtels zunichte zu machen, müssen die wärmedämmenden 2DF-Steine mit einem wärmedämmenden Mörtel vermauert werden. Daher ist mit Dämm-Mörtel zu mauern.
Hanf-Lehm-Steine können an Rand- oder Eckstellen mit dem Hammer einfach auf kürzere Maße gebracht werden. Das Ausfüllen der Anschlussstelle kann mit dem Bruchmaterial geschehen. Abschließend ist die Wand oder das Gefach aus Hanf-Lehm-Steinen mit Hanf-Unterputz HL-DP 04 zu verputzen, anschließend mit einem Hanf-Feinputz abzuschließen.
Hanf-Lehm-Steine sind zwar transportstabil, jedoch können sie während des Transportes wie auch während der Verarbeitung an den Kanten abbröckeln. Die zerstörten Kanten sind mit Hanf-Dämm-Mörtel oder später mit dem Hanf-Unterputz auszugleichen.
Hanf -Dämm-Mörtel ist ein leichtes Material.
25 kg HL-DM entsprechen in etwa eine Menge von 42 kg rein mineralischen Mörtels.
Haftgrund
Die grob strukturierte Oberfläche der Steine bildet einen idealen Haftgrund für einen Putzmörtel. Empfehlenswert ist der Hanf-Unterputz HL-DU 04.
Dichte kg/m³
Unsere Hanf-Lehm-Steine basieren auf unserer LLS 400, jedoch etwas schwerer konfektioniert. Die Dichte der Hanflehm-Steine beträgt 500 kg/m³.
Schwerere Steine haben nicht die gewünschte Dämmwirkung. Die geringe Dichte wird durch den hohen Anteil von Hanfhäcksel erreicht. Dadurch sind die Steine allerdings sehr transportsensibel. Schnell leiden die Kanten. Beim Umgang ist eher an einen Dämmstoff, denn an einen Stein zu denken.
Verbrauchsmengen der Hanflehm-Steine 2DF und Dämm-Mörtel
| Steine je qm | 12-er Wand | 24-er Wand | 36-er Wand |
|---|---|---|---|
| 2DF | 33 Stück | 66 Stück | 96 Stück |
| Dämm-Mörtel je qm | 17 kg HL-DM | 41 kg HL-DM | 62 kg HL-DM |
Allgemeines
Bei Anschlüssen an Fremdmaterialien sind diese entsprechend den Lehmbaurichtlinien vorzuschlämmen. Für den Außenbereich sind die Hanflehm-Steine nicht geeignet, es sei denn, die Leichtlehm-Mauer aus HL-2DF 500 wird durch eine entsprechend geeignete Putzschicht gegen Bewitterung geschützt.
Hanflehm-Steine sind bruchempfindlich. Farb- und Maßschwankungen sind normal und einzuplanen.
Dünnbettmörtel sind daher nicht geeignet.


