häufige Frage:

Warum keine Folie?

Warum eigentlich braucht man beim Hanf keine Folie - aber sonst immer?


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Hallo Hanffaser,

warum braucht man eigentlich überall eine Folie, 
aber beim Hanf braucht man keine Folie?

Grüße B. aus M. 

Hallo Frau B.

zunächst kann man NICHT pauschal sagen: Beim Hanf braucht man keine Folie.
Wir geben den Folienverzicht erst frei, wenn eine Feuchtebilanz dieses erlaubt.

Aber zum Grundsatz:

Die Frage muss eigentlich anders heißen:
Warum begann man irgendwann eine Folie in ins Dach einzubauen?

Jahrtausende baute man ohne Folie.
Viele Häuser aus Holz, Lehm, Hanf.. aber auch aus Bruchstein, Feldstein, Backstein, Ziegel ... stehen seit vielen hundert Jahren - ohne Folie. Auch aus Beton.

Nach dem Krieg, also nach 1945 musste in Deutschland sehr schnell und sehr preiswert / egal wie / hauptsache viel Wohnraum gebaut oder wiederaufgebaut werden.
So wurden Baustoffe entwickelt, die sehr preiswert und sehr schnell / egal wie / Wohnraum schafften. Es entstanden Asbestplatten, Glasfasermatten, geschäumtes Styrol und vieles mehr.
Nun waren diese Stoffe aber (damals) keine eigentlichen Baustoffe, sondern eben Nachkriegs-Produkte, die im Bau verwendet wurden, weil keine richtigen Baustoffe in ausreichendem Maße vorhanden waren.

Und so etablieren sich die Nachkriegs-Baustoffe aus Asbest, Glasfaser, geschäumtem Sytrol.

Weil diese aber schlecht mit Feuchtigkeit umgehen können, wurden Folien eingezogen, weil man glaubte: "Wenn ich alles absperre, kommt auch kein Wasser rein." Stimmt für kurze Zeit, für längere Zeitabschnitte ist es ein Irrtum.

Folien helfen eine kurze Zeit. In längeren Zeitabschnitten findet Feuchtigkeit immer einen Weg. Das ist ein Erfahrungssatz, den eigentlich ALLE kennen.

Darum empfehlen wir Baustoffe, die mit Feuchtigkeit umgehen können und die nicht zur Kondensatbildung neigen.

Wir empfehlen bewußt keine Nachkriegs-Baustoffe.


Wie ordentlich arbeitenman eigentlich mit Glasfaser? Algenbildung an einer Fassade, die vor 20 Jahren gedämmt wurde. Mineralwolle nach 20 Jahren Mineralwolle nach 20 Jahren Unterspannbahn