Fachwerk innen dämmen und eine Lehmsteinwand davorsetzen

LLS 400 als Anschlussdämmung?

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wir haben ein Fachwerkhaus erworben. Die Holzständer stehen 3 bis 4 cm vor und die Ausfachungen sind zurück gesetzt. Innen wollen wir eine Lehmsteinwand setzen und den Zwischenraum irgendwie dämmend füllen. 
Was ist besser? Stopfhanf oder der Hanf-Leichtlehm 400?

B. aus H. 


Hallo Frau B.,

ein Fachwerk mit einer zusätzlichen Lehm-Innenwand zu qualifizieren, ist sicherlich eine gute Entscheidung. Für die Dämmung des Zwisachenraumes können Sie natürlich auch den Stopfhanf ST benutzen.

Allerdings würde ich persönlich im Material bleiben, demnach im Hanf-Lehm arbeiten. Wir haben damit viele gute Erfahrungen gemacht. Letztlich natürlich Ihre Entscheidung. Beide Materialien ST und LLS-400 sind geeignet.

Die LLS-400 füllt den Zwischenraum ohne dass es signifikante Materialübergänge zwischen Lehmsteinen und LLS-400 sowie zwischen LLS-400 und Lehmgefachen gibt. Dieser quasihomogene Übergang begünstigt das Diffusionsverhalten.

Es ist zwingend, die vorgesetzte Lehmsteinwand mit der Fachwerkkonstruktion zu verankern. Jedoch nicht starr.

Die "Hinterfüllung" erfolgt sehr einfach, lagenweise. Nach dem lagenweisen Einschütten muss mit der Picke nachgearbeitet werden. Dabei werden Hohlräume entfernt. Eine echte Verdichtung ist es nicht. Anschließend wird durch Zugabe von Wasser die Klebkraft des Lehms aktiviert. Der Lehm der LLS-400 verklebt nicht nur die LLS-400, sondern auch den Verbund von der LLS-400 innenseitig zur Lehmstein-Schale und zum außenseitig zum Lehmgefach.