textile und technische Faser

 

Fasereigenschaften von Hanf
  • hohe Reißfestigkeit
  • großes Elastizitätsmodul
  • hohe lotrechte Bruchfestigkeit
  • hohe Zersetzungstemperatur
  • stark hydrophile Hohlfaser
  • grobe Faserbündel vieler feiner Elementarfasern
  • Elementarfaserquerschnitt 12 - 20 µm
  • spezifisches Gewicht: 1,4 - 1,5 kg/l

klassische Hanf - Langfaser (nicht in eigener Herstellung)
  • Verwendung ausschließlich für hochwertige Textilien (z.B. Bekleidung)
  • parallele Fasern in Zöpfe gelegt, die händisch sortiert werden
  • Längen je nach Einsatz 1 mtr bis 2,5 mtr
  • Schäbengehalt < 2%
  • immer Rösthanf
  • glatte Fasern, deren Fibrillierung weggehechelt wird
  • wird nicht in Deutschland hergestellt

Hanf - Langfaser - Grünhanf
  • Grundlage für die Hanf - Stopfwolle
  • Längen zwischen 60 mm und 60 cm
  • Schäbengehalt < 7,5 %
  • Grünhanfhanf
  • fraktale Geometrie durch hohes Maß an Auffaserung
  • entstaubt

Hanf - Langstapelfaser
  • verwendbar für die Vlies- und Filzherstellung
  • Gaußsche Längenverteilung um die Stapellänge z.B. 80 mm
  • mit einem Schäbengehalt < 5% (Rösthanf: < 3%)
  • fraktale Geometrie durch hohes Maß an Auffaserung
  • abweichende Stapellängen lieferbar: 60 ... 120 mm
  • gewöhnlich wird Rösthanf verwendet
  • entstaubt

Hanf - Kurzstapelfaser
  • Halbzeug für Faserverstärkung in Polymerwerkstoffen
  • Gaußsche Längenverteilung um die Stapellänge z.B. 30 mm
  • mit einem Schäbengehalt < 2%
  • fraktale Geometrie durch hohes Maß an Auffaserung
  • nur als Rösthanf zu verwenden
  • entstaubt

Hanf - Kurzfasergranulat
  • verwendbar für den Doppelschneckenextruder
  • Granulatstruktur wird durch die Schnecken zerstört und die Hanffasern liegen im Schneckenkanal wieder in reiner Form vor
  • nicht im Einschneckenextruder anwendbar
  • Gaußsche Längenverteilung einer mittleren Länge von 4 mm
  • gute Schütteigenschaften (leicht rieselfähig)
  • mit Kunststoffgranulaten leicht mischbar