Gesunkener Reaktor von Tschernobyl
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Nachfolgende Informationen übermittelten uns befreundete ukrainische Ingenieure:
Am 25. April 1986 sollte im Kraftwerk Tschernobyl ein Sicherheitstest stattfinden, bei dem die Sicherheit der Notkühlung des Reaktors bei einem kompletten Stromausfall getestet wurde. Aus Gründen, über die heute noch gestritten wird - Unerfahrenheit, menschliches Versagen, technische Unzulänglichkeiten oder einfach Restrisiko - überhitzte sich das Kühlwasser und die Brennstäbe konnten nicht ordnungsgemäß zurück geführt werden. Schließlich kam es zur Katastrophe, nachdem um 1:23 Uhr eine Knallgasexplosion den Reaktor zerriß. Gott lob fand das Unglück nicht unter demokratischen Parlamensverhältnissen statt, sondern in der sowjetisch regierten Ukraine, denn nur ein diktatorischer Einsatz aller Kräfte und ca. 1 Millionen Menschen (Soldaten, Studenten, Freiwillige) gelang es, die Gefahren relativ schnell in den Griff zu bekommen und einen Sarkophag um den Reaktorblock zu errichten. Einige Jahre später wurde ein zweiter Sarkophag über den ersten errichtet, da er erste Risse bekam und auseinander zu brechen drohte.
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Der Reaktorblock wurde durch den Sarkophag zwar zubetoniert, jedoch wurde die Kettenreaktion weder durch die Knallgasexplosion noch durch Zuschüttungsmaßnahmen unterbrochen. Vielmehr produziert der Reaktor weiterhin - nunmehr unkontrolliert - Wärme. Im Inneren des Reaktorblockes vermuten Experten eine Temperatur von 20.000 °C. Infolgedessen schmilzt in unmittelbarer Umgebung die Materie oder wird glühend weich. Infolgedessen sank und sinkt der Reaktor unterhalb des Sarkophags immer mehr ins Erdreich. Er ist jetzt ca. 80 Meter unter der Erde und sinkt weiter. Die enorme Hitze, die 80 Meter unter der Erde entwickelt wird, würde in kurzer Zeit einen künstlichen Vulkanausbruch verursachen, der möglicherweise alle bekannten Ausbrüche an Vernichtungspotential in den Schatten stellen kann. Es hilft nur, durch immer neue und tiefere Bohrungen Kühlwasser in die Reaktornähe zu pumpen, um eine Ausbreitung der Hitze ein zudämmen.
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Diese Gefahr wird in ca. 1000 Jahren etwas geringer werden. In den letzten 20 Jahren sank der Reaktor um 80 Meter. In weiteren 20 Jahren wird er wahrscheinlich weitere 80 Meter gesunken sein usw. usw. Sollte die Kühlung einmal aussetzen oder unzureichend sein, wird die Hitze explosionsartig das Erdreich zum zerbersten bringen. So kam es auch am 21.-22. August 2005 zu einer unkontrollierten Überhitzung der Umgebung des gesunkenen Reaktors. Viele ukrainischen Bürger vermuten, dass im August 2005 nicht nur ein Teil des zur Verfügung gestellten Geldes in dunkle Taschen floß, sondern im August eben ein größerer Teil, sodass nicht ausreichend Geld für die Unterhaltung der Kühlbohrungen vorhanden war.
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