| Mineralwolle oder Hanffaser ? |
häufige Fragen |
Wärmedämmung: Die statische Wärmeleitzahl beschreibt den Wärmeverlust bei gleichbleibenden Außentemperaturen. Die dynamische beschreibt die Wärmedurchdringung bei Wind und bei Temperaturänderung. Beispiel-Aufbau wie unten.
| Mineralwolle |
Hanf Dämmwolle |
| statische Wärmeleitzahl (Laborwert): 040 |
statische Wärmeleitzahl (Laborwert): 045 |
| dynamische Wärmeleitzahl (praktischer Wert): 303 |
dynamische Wärmeleitzahl (praktischer Wert): 082 |
| statische Forderung EnEV: Dämmstärke >= 16 cm |
statische Forderung EnEV: Dämmstärke >= 17 cm |
| dynamische Forderung: Dämmstärke > 73 cm |
dynamische Forderung: Dämmstärke > 16 cm |
Zum direkten Vergleich von stat. & dyn. Wärmeleitzahl einzelner Dämmstoffe: Je kleiner der Balken, je besser die Dämmqualität.
| Mineralwolle 040 |
| stat. |
dynamische Wärmeleitzahl |
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| Styropor 035 |
| stat. |
dynamische Wärmeleitzahl |
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| Holz (Fichte) |
| statische Wärmeleitzahl |
dyn. |
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| Poroton-Ziegel |
| statische Wärmeleitzahl |
dyn. |
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| Beton (DIN 1045) |
| statische Wärmeleitzahl |
... |
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Hitzedämmung im Sommer: Wenn im Sommer die Sonne 10 - 12 Stunden intensiv auf das Dach scheint, erhitzt sich dieses. Das erwärmte Dach gibt seine Strahlungswärme an die Dämmung und schließlich in die Wohnung ab. Erst in der Nacht kühlen sich Dach und Dämmung wieder ab.
| Hitze -Widerstand einer 16 cm Mineralwoll-Dämmung |
Hitze -Widerstand einer 16 cm Hanffaser-Dämmung |
| Speicherkapazität (16 cm)/m² = 3,2 kJ/Km² |
Speicherkapazität (16 cm )/m² = 21,1 kJ/Km² |
| Phasenverschiebung = 1,9 Stunden |
Phasenverschiebung = 4,2 Stunden |
Schalldämmung:
| Die Hersteller von Mineralfaser-Matten geben keine Angaben über die Raumschallabsorbtion bekannt; man kann bei einer 6 cm - Matte von einem Schalldämpfungskoeffizienten a < 0,20 (H) ausgehen. |
Der Schalldämpfungskoeffizient einer 6 cm - Hanffaser-Dämmung beträgt a = 0,55 (H). |
Feuchtigkeit und Schimmelbildung:
| In der Mineralwolle kann es am "Taupunkt" zur Kondensation von Feuchtigkeit kommen. Daher ist Mineralwolle mit Folien vor jeglicher Feuchtigkeit zu schützen. |
Hanffasern unterhalten mit der Luftfeuchtigkeit einen Gleichgewichtsaustausch, sodass eine Kondensation am rechnerischen "Taupunkt" in der Praxis ausgeschlossen werden kann. Es kann und sollte diffusionsoffen gebaut werden. |
Brandschutz:
Mineralwolle (Baumarktqualität) wird einfach per Definition, trotz enthaltenen Phenolharzes als nichtbrennbar eingestuft. Vorsicht: Mineralwolle (Baumarktqualität) fällt unter Hitze in sich zusammen (Vergasen / Verbrennen des Phenolharzes) und bietet also den Flammen dann keinerlei Widerstrand mehr. |
Hanffaser HDW1A : Geprüft (!) : C - s1 (gemäß DIBT: schwer brennbar) |
Lebensdauer
| Mineralwolle (Baumarktqualität), sofern Sie professionell verbaut wurde, kann 10 bis 15 Jahre im Bauwerk verweilen. Anschließend muss Sie auf einer Deponie entsorgt und durch eine neue Dämmung ersetzt werden. |
Hanffasern unter Normalbedingungen behalten nachgewiesenerweise 100 - 200 Jahre Ihre Qualität. Bei Umbaumaßnahmen sind die Hanffasern unbedingt wieder zu verwenden, da sie ihren Dämmwert auch nach Jahrhunderten nicht einbüßen. |
Beispiel für eine Leistungsbeschreibung Steildach - Zwischensparrendämmung unter Ziegeldeckung auf Holzweichfaserplatten, innenseitig Gipskarton DIN 18180
1. Mineralwolle - Platten zuschneiden, einklemmen und antackern 2. Dampfsperre antackern und luftdicht anschließen 3. Dachsparren mit Lattenkonstruktion im Plattennormmaß aufsparren (Sparschalung) 4. Mineralwolle ggf. mit Alu-Kaschierung zwischen Sparschalung zuschneiden und einklemmen |
1. Dachsparren mit Lattenkonstruktion im Plattennormmaß aufsparren (Sparschalung) 2. Hanf Dämmwolle zwischen die Sparschalung einbringen 3. zum Schluss: Dampfbremse, wenn erforderlich |
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