Hitzebeständigkeit von Hanffasern häufige Fragen

 


Temperaturen bis 80 °C

Hanf wird generell während der Verarbeitung in der Hanffaser - Fabrik (in Prenzlau) mit einer Temperatur von 80 °C ca. 6 Minuten beaufschlagt. Diese Trocknung bei 80 °C (Dörre) ist Teil des Produktionsprozesses.



Temperaturen bis 270 °C
Hanffasern sind aufgrund ihres festen zellaren Verbundes äußerst hitzebeständig. Faserschädigungen, die die Reißfestigkeit merklich beeinträchtigen und sie als Verstärkungsmaterial z.B. in Kunststoffverbundsystemen einschränkt oder etwa die Zugfestigkeit eines Seiles herabsetzt, beginnen erst bei längerem Konfrontieren mit Temperaturen ab 270 °C.

Eine kurzzeitige Erhitzung (1 - 2 Minuten) bei 240 - 260 °C verursacht kein merkliches Herabsenken der Reißfestigkeiten, des E-Moduls u.a.



Temperaturen bis 900 °C
Bei höheren Temperaturen über 270 °C wird die Hanffaser je nach Dauer der Temperatureinwirkung zunächst dunkel, bis die Begleitsubstanzen der Zellverbunde verkohlen und die Faser schwarz wird.
Die Selbstentzündungstemperaturen der Hanffasern liegt, eigenen Versuchen nach, bei ca. 900 °C.
Folglich sollten Temperaturen über 270 °C auf Dauer vermieden werden.