Hanf - Lehm - Schallschüttung LLS 200

 

Schalldämmung + Trittschalldämmung + Wärmedämmung

  • belastbare Trittschalldämmung
  • Schalldämmung in Zwischengeschoßdecke
  • Wärmedämmung für Fußbodenheizung
  • Ausgleichschüttung
  • Wärmedämmung Dachboden
  • Die Hanf-Lehm-Schallschüttung ist ein stabiles, leichtes Schüttmaterial.
    kein Wandern
    kein Zerreiben

    1. Als Hohlraumschüttung kombiniert sie Wärmedämmung und Schalldämpfung insbesondere in Geschoßdecken.

    2. Last abtragend unter Nassestrich, Trockenestrich oder Unterdielung wird eine akustische Entkopplung höchster Ansprüche erzielt.
    Für druckbelastbare Fußbodenaufbauten wird die Hanf-Lehm-Dämmschüttung verdichtet. Die Arbeit wird erleichtert, wenn die Hanf-Lehm-Dämmschüttung mit einer Gießkanne befeuchtet wird. Diese wieder abtrocknen lassen!
    Wenn Nivellierleisten unter Verlegeplatten oder Unterdielung im Dämmraum belassen werden, muss der Zwischenraum verdichtet und eben abgezogen werden: Nicht unterständig, da die Lastabtragung über der gesamten Fläche erfolgt. Die Nivellierleisten haben keine lastabtragende Funktion.

    Bauphysikalische Eigenschaften
  • statische Wärmeleitzahl ( ): 0,060 W/mK (Rechenwert: 0,066)
  • dynamische Wärmeleitzahl: 0,35 m²/h
  • Temperaturleitfähigkeit: a=0,176 mm²/s
  • dynamische Steifigkeit (100 mm): 27 MN/m³
  • Trittschallminderung bei 140 mm (+50 mm Estrich): 30 dB
  • Trittschallminderung bei 100 mm (+Trockenestrich(60kg/m²)): 25 dB
  • Brandklasse E (entspricht der alten B2)
  • spezifischer Strömungswiderstand 391 Pa s/m
  • längenbezogener Strömungswiderstand 3,8 kPa s/m²
  • Druckspannung bei 10% Stauchung: 80 kPa
  • Wasserdampf-Diffussionswiderstandszahl μ = 2,3
  • Dämmung des Trittschalls und des Luftschalldrucks
    Die Schüttung besteht aus Hanfspänen, die mit Lehm ummantelt wurden. Die Hanfspäne selbst dämpfen schon ohne die Lehmanteile den Luftschalldruck. Der Lehm verklebt diese Hanfspäne. Die Kombination von Hanf und Lehm "verzehrt" den Luftschall sogar tieferer Frequenzen.

    Die Dämpfung des Trittschalls wird nicht durch die Materialfüllung, sondern einzig durch das Maß der Entkopplung bestimmt. Trittschalldämmende Systeme müssen immer schwimmend verbaut werden, das heißt, dass die Hanf-Lehm-Schüttung verdichtet und danach der Fußbodenaufbau auf die Schüttung ohne Verbindung mit dem Unterbau errichtet wird.


    Die Lieferung der Hanf-Lehm-Schallschüttung erfolgt in 100 Ltr. Säcken.
    Schüttgewicht: 200 kg/m³ oder wahlweise 300 kg/m³

    Zusammensetzung (Volldeklaration):
    Hanf, Lehmpulver (getrocknet), Hanffasern

    Schüttdichte und Nenndichte:
    Ein Sack enthält 100 Ltr. Nennvolumen für unbelastete Dämmung.
    Schüttet man ihn aus, kann man ein Schüttvolumen von 150 Ltr. erreichen. Dieses ist aber eine Täuschung. Durch das Einebnen (Harke oder Rechen) setzt sich das Material auf sein Setzungsvolumen gemäß Lieferformat.
    Unter Normalbelastung verdichtet sich das Nennvolumen um ca. 5%.

    Glätten und Verdichten
    Durch leichtes Stampfen mit einer Holzplatte wird die Schüttung gerüttelt, wodurch sich
    1. die Oberfläche glättet
    2. die Hanfspäne waagrecht legen und die durch das Schütten verursachten Luftpolster zwischen den Hanfspänen entweichen.
    Daher ist auch kein schwerer Stampfer vonnöten, sonder ein Holz-Kreuz an einem Stil.
    Stampfer für die Hanf-Lehm-Schallschüttung

    Vollmaterial
    Hanfspäne mit einer Ummantelung aus sehr fettem Lehm.
    Dabei handelt es sich um ein Vollmaterial, das sich unter Druck nicht zerreiben, zerdrücken oder leicht zerstören lässt. Damit ist ein nachträglicher Volumenverlust durch Zerreiben, was ein Absacken des Fußbodens zur Folge hätte, ausgeschlossen.

    Längliche Form
    Die Hanf-Lehm-Schallschüttung wird werksseitig auf eine längliche Korngröße eingestellt, die wenig oder keine Tendenz zum Wegrollen hat. Damit ist ein Verrutschen des Materials in Laufwegen ausgeschlossen.

    Klebeffekt der Lehmummantelung
    Die lehmummantelten Hanf-Späne verzahnen sich durch ihre länglich Form und den Klebeffekt der Lehmummantelung (aus Feuchtigkeitsschwankungen resultierend) derart miteinander, dass sich unter dem Druck des Fußbodenaufbaus ein stabiles, fugenloses Dämmvolumen bildet.

    Fußbodenaufbau
    Die LLS 200 wird mit 5 % Überhöhung zur Nennhöhe verdichtet eingebracht. Mit der Montage eines Trockenestrichs oder dem Einbringen des Estrichs reduziert sich die Dämmhöhe das erste Mal, nach Belastung und Nutzung des Raumes das zweite Mal um insgesamt 5%. Folgearbeiten müssen die Senkung des gesamten Fußbodenaufbaus durch Belastung und Nutzung beachten. Insbesondere wird sich die Anschlussfuge zu den Sockelleisten durch die Senkung vergrößern.