Der Traum vom billigen Haus ? Bauschäden

 

Bauschäden, die dem Stand der Technik entsprechen

Einige der in den 70-er und 80-er Jahren gebauten Häuser sind inzwischen schon Sanierungsfälle. Nicht aus Gründen alterschwacher Bausubstanz - dieses ist nach 30 - 40 Jahren unwahrscheinlich -, vielmehr aufgrund zunehmender Klagen der Bewohner nach Modergeruch, Barackenklima, Schimmel an den Wänden etc.

1976 wurde dieses Haus in Mitteldeutschland gebaut - nach dem Stand der Technik: Mineralfaserdämmung mit innenseitiger Diffusionssperre, außenseitig verschlossen gegen Wetter und Feuchtigkeit.
Überall Schimmel, die Holzkonstruktion ist angegriffen.
Auf der Innenseite eine Dampfbremse, außen relative diffusions offen. Trotzdem trat Feuchtigkeit ein und verursachte das Wachsen von unbeliebten Kulturen.
Die Dampfsperre wurde ordnungsgemäß angebrachte, der Bau sachgerecht ausgeführt.
Auch heute zählt diese Bauweise noch als "Stand der Technik". Warum nur gehorcht die Praxis nicht dem Stand der Technik? Warum kann sich die Praxis nicht nach der DIN 4108 richten?
Selbst die Mineralwolle ist von Simmel durchsetzt. Die Holzverkleidung ist zum Teil völlig von Simmel zerfressen, obwohl eine Durchlüfungsebene zwischen Außenwand und Fassade sachgerecht angebracht wurde.
Noch ist die Ständerkonstruktion stabil, nur die Schimmelbelastung war Anlass für die Sanierung. In 20 Jahren wäre auch die Holzkonstruktion hinüber.
Den Schimmel in der Dämmung und an der Außenverkleidung bemerkten die Bewohner durch die Belästigung. Doch der Geruch ist eines, die Gefahr von schimmligen Wänden für die Gesundheit ein weiteres.

Also: Alles raus - Mineralwolle entsorgen - Ständer ausbessern - belastetes Holz raus - Rest kalken - Hanf rein / Hanf-Einblasdämmung in die Gefache - verkleiden - fertig