Heuristik 1: Kapillarer Transport von Feuchtigkeit
Unter der Voraussetzung gesättigter Feuchte, also einer freien
Nässe kann in einem nicht abschirmenden Stoff Wasser entlang von
Kapillaren transportiert werden. Das Modell der Kapillare basiert auf
der Vorstellung schmaler Röhren oder Gänge, die das Verhalten
in porösen oder wasserleitenden Medien hinreichend beschreibt.
Die Geschwindigkeit des kapillaren Transportes, aber auch die Sättigungsschwelle
sind jedem Material spezifisch.
Heuristik 2: Grenzflächen - Kondensat
Tropfenbildung verlangt, dass die Oberflächenspannung ihn erhält,
daher benötigt die Bildung von Tropfen eine (temperaturabhängige)
minimale Masse. Bevor ein Tropfen nieder fällt, muss diese Konzentration
an Wassermenge zunächst erreicht werden. Ist keine Grenzfläche
vorhanden, an der sich ein kondensierter Feuchtigkeitsfilm sammeln kann,
verdichtet sich Nebel immer mehr, bis er Regen wird.
An einer Grenzfläche tritt Grenzflächen-Feuchtigkeit aus der gesättigten
Luft, die bei hydophoben Stoffen als Film kondensiert.
Heuristik 3: Klassische Beschreibung von Brownscher Bewegung und osmotischem
Druck
Die Konvektion von Luftfeuchtigkeit wird über das Modell der Brownschen Bewegung
beschrieben. In einem gasförmigen Vielteilchensystem wird jedes Teilchen
(Molekül oder Molekülcluster) in seinem freien Bewegungsablauf durch
andere freie Teilchen behindert, sodass es eine chaotische Bewegung beschreibt.
Zur Behinderung durch fremde freie Teilchen kommt in einem Baustoff noch die
Behinderung durch die Bareren des Stoffes.
Mathematisch ist eine Brownsche Bewegung
ein zentrierter Gauss-Prozess mit
für alle .
Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Brownsche Bewegung zu konstruieren.
Eine Möglichkeit: Seien Z1, Z2, ... unabhängig, identisch verteilt
und standardnormalverteilt .
Dann ist
eine Brownsche Bewegung.
Auch die Diffusion basiert auf der Brownschen Bewegung.
Die Wahrscheinlichkeit P dafür, dass sich ein Teilchen während des
Zeitintervalls t über eine Entfernung x in alle Raumrichtungen weiterbewegt,
beschrieb Einstein für ein Medium mit dem Diffusionskoeffizienten D :
Osmose ist die gerichtete Diffusion von Dampf (in der Chemie interessiert normalerweise
die Diffusion einer Lösung) durch ein semipermeables Medium, welche von
Bereichen mit niedriger Dampf-Konzentration hin zu Bereichen mit hoher Dampf-Konzentration
stattfindet. Das semipermeable Medium ist dabei für Feuchtigkeit durchlässig,
nicht aber für flüssiges Wasser.
Die Osmose verläuft immer so, dass der osmotische Druck ausgeglichen wird.
Dadurch werden die Konzentrationen ausgeglichen. Ähnlich wie bei dem Temperaturausgleich
wird bei der Osmose keine Energie frei oder benötigt, aber die Entropie
steigt. Dadurch ist der Prozess irreversibel.
Der osmotische Druck oder Dampfdruck beschreibt die Differenz der Konzentration
an Feuchtigkeit oder Dampf dies und jenseits der Stoffgrenze. Erst nach gleichmäßiger
Verteilung der Feuchtigkeit ist keine Nettobewegung mehr nachweisbar; der Konzentrationsausgleich
ist erreicht, das System hat ein Gleichgewicht erreicht.
Fick'sches Diffusionsgesetz: dN/dt = - D * F * grad C (F-Austauschfläche;
(C2-C1)/s-Konzentrationsgradient)
Diffusionsmodell für hydrophile Faserformationen
Zur Beschreibung der Diffusion in einem Baustoff werden unterschiedliche Modelle
herangezogen.
Modell der Konvektion und die Kondensation gesättigter Luft:
Erklärt das Feuchteverhalten in Baustoffen aus Glasfaser, Mineralfaser,
Polyesterfaser u.a.
klassisches Modell des Dampfdrucks in Anleihe der Osmose-Theorie:
Erklärt das Feuchteverhalten in Holz, Lehm, Ziegelsteinen, Beton
u.a.
Feuchtigkeits-Gleichgewichte in hydrophilen Faserformationen (Chaostheorie):
Erklärt das Feuchteverhalten in Baustoffen aus Hanffasern, Schafwolle
u.a.
Das Modell der Konvektion von Luft einer gewissen Feuchtigkeit in
einer Behinderungsumgebung, etwa in einer Faserumgebung, geht von der
Brownschen Bewegung aus, die heute durch eine Levy-Brown-Mandelbrot-Funktion
beschrieben werden kann.
Innerhalb einer Faserformation findet zwischen hydrophilen Fasern und feuchten
Partikeln aktive/reversible Wechselwirkungen statt. Diese werden wie folgt beschrieben.
class Faser : ...
{...
public int obere_Gleichgewichtsfeuchte[int Temperatur][int aussen_Feuchte];
public void Io_H2O_Austausch( )
prozedur Io Io_Feuchte // Wechselwirkung als Aufnahme oder Abgabe von H2O
};
void Faser::Io_H2O_Austausch ()
Die Überschreibung der Eigenfunktion charakterisiert die materialspezifische
Wechselwirkung mit der Luftfeuchte. Dabei wird nicht nur die eigene Feuchte
durch Abgabe von Feuchtigkeit geändert, sonder der absolute Wert der Umgebung
steigt genau um diesen Wert, was die relative Feuchte dementsprechend verändert.
Formationen von Fasern beschreiben die Verwaltung von zunächst unabhängigen
Objekten von class Faser oder class hanffaser:Faser. Nun bezeichnet die Diffusion
einen Iterationsbeginn und über Prozeduren wird ein stets neues Gleichgewichte
zwischen konvekierender Feuchte und den speichernden Fasern durch welchselseitige
Inkementierung/Dekrementierung eingestellt.
#include int Diffusionstensor[int koor1][int koor2]
void Faserdaemmung::Diffusion()
{
// Die Eigenfunktion inkrementiert und dekrementiert den Diffusionstensor in
Entscheidung der Io-Prozeduren aller Objektreferenzen der Formation.
}
void Faserdaemmung::Aenderung_Feuchte()
{
// Die Eigenfunktion Io_H2O_Austausch inkrementiert und dekrementiert die (int)
absolute_Feuchte der Umgebung über den (int) Io_Feuchte_Abgabe_Aufnahme.
}
Grenzfall der Gleichgewichtsprozedur ist die Kondensation von Feuchte:
int hanffaser::Kondensation ()
{
// Sofern (int) Io_relative_Feuchte_aussen >= Taupkt && (int) Feuchte_selbst
< (int) hanffaser::obere_Gleichgewichtsfeuchte , wird die (int) Io_Feuchte_Abgabe_Aufnahme
überschrieben mit der Differenz zwischen oberer Gleichgewichtsfeuchte und
der Materialfeuchte (int) Feuchte_selbst, die auf die obere Gleichgewichtsfeuchte
geschrieben wird.
}
Damit kann es nur zu Kondensationssituationen kommen, sofern die äußere
relative Feuchte bei 100 % verweilt, wobei die obere Gleichgewichtsfeuchte für
die gesamte Formation auf eine Sättigung inkrementiert.
Sofern aber noch hanffaser::Io-relative_Feuchte_aussen < 100 verzögert
sich der Punkt der freien Kondensation, denn die nähere Umgebung dekrementiert
stetig in der Umgebung von Fasern.