Beispiele gutachterlicher Streitfälle

Ist die Dämmung oder die diffusionsoffene Bauweise schuld, wenn Nässeschäden sichtbar werden? Hier einige Beispiele, die eindeutig auf Fehler bei der Bauausführung zurück gingen.

Bei starken Regenfällen fallen innerhalb weniger Stunden viele Liter /qm. Wenn diese nicht schnell und ungehindert abfließen können, gelangen Sie mitunter in die Dachdämmung oder in die Konstruktion angrenzende Wände. Ungedämmte Dächer und Wände bringen die falsche Bauausführung nicht zu Tage, da diese schnell wieder abtrocknen. Gut gedämmte Dächer oder Wände verhindern ein schnelles Austrocknen nasser Bereiche und offenbaren schnell den Bauschaden.

Sperrende Folien verschleidern Fehler einige Jahre; entsprechend ist das Erwachen nach Ablaufen der Gewährleistungszeit.

Starkregen (>10 mm/h) ist heute keine Seltenheit mehr. Für solche extremen Regenfälle sind keine Fallrohre ausgelegt. Die Rinne füllt sich dann zum Überlaufen. Dieses muss konstruktiv bedacht werden, ansonsten läuft das Wasser unter die Dachziegel.

Gut gedämmte Dächer, in die Regenwasser eindringt, geben dieses nicht wieder her; so entstehen Nässeschäden. Als Dächer noch nicht gedämmt wurden, konnte eindringende Nässe innerhalb weniger Tage oder Wochen wieder austrocknen.

Daher führen heute mangelhaft ausgeführte Abflussrinnen und zu klein dimensionierte Fallrohre bei starken Regenfällen schnell zu Nässeschäden.

Zudem wurde die abschließende Dachlatte zur Auflage des Abschlussziegels ohne Konterunterlage ausgeführt, sodass auf der Unterspannbahn herabfließendes Wasser sich an der letzten Dachlatte stauen muss.