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Hanf - Dämm - Wolle
HDW ist ein normierter und überwachter Baustoff, der in verschiedenen Spezifikationen ausgeführt wird. HDW besteht aus losen Hanffasern, die durch ihre Rückstellkraft und dem Verhältnis von grobem Bast und Feinfasern ein selbst stützendes Dämmvolumen bilden. Die Hanf - Dämm - Wolle wird ohne Kraft in den zu dämmenden Raum begracht.


Materialbeschreibung

Für unsere Baustoffe wird ausschließlich qualitativ hochwertiger Hanf verwendet, der als nachwachsender Rohstoff für ökologisches, gesundheitsbewusstes und modernes Bauen steht. Die Rohmaterialien werden nach strengen Kriterien ausgewählt.
Unsere Produkte aus Hanf sind frei von umweltschädlichen und gesundheitsgefährdenden Zusätzen. Es sind keine Insektenschädlinge bekannt, die dem Hanf zusetzen könnten. Die hohe Stabilität und Strapazierfähigkeit der Naturfaser Hanf macht die Baustoffe aus Hanffasern unbeliebt bei Nagerschädlingen.
Hanfstroh wird rein mechanisch in einer Faseraufbereitungsanlage zu Hanf-Dämmstoffen verarbeitet. Der landwirtschaftliche Anbau von Hanf erfolgt generell ohne den Einsatz von Herbiziden, Pestiziden, Insektiziden usw.
Hanf - Dämm - Wolle enthält keine Zusätze und bestehen zu 100 % aus Hanf.
Die Hanf-Lehm-Produkte bestehen nur aus Hanf und Lehm oder Ton ggf. unter Zugabe von Roggenleim und Kalk. Die Zusammensetzung findet sich als Volldeklaration auf den Datenblättern. Roggenleim besteht zu 100% aus Roggenschrot.


Feuchtigkeit und Nässe
Hanf hat das Vermögen, große Mengen an Feuchtigkeit zu regulieren, dass heißt:
· bei zu hoher Luftfeuchte wird diese im Hanf gespeichert
· bei zu geringer Luftfeuchte wird die gespeicherte Feuchtigkeit wieder abgegeben
Damit wird eine Gleichgewichtsfeuchte angestrebt, die ein angenehmes Raumklima schafft.
Direkte Nässe sollte, wie bei allen Baustoffen, vermieden werden. Kommt es dennoch zu einem ungewollten Feuchtigkeitseintritt, so ist die Wasserresistenz des Hanfes hinlänglich bekannt (jeder Klempner verdichtet Wasserrohre mit Hanf). Es ist konstruktiv darauf zu achten, dass die Feuchtigkeit wieder an die Außenluft abgegeben werden kann.
Jedoch bei Wasserschäden, z.B. durch Rohrleitungsbruch oder Schäden am Dach, muss der Dämmkörper natürlich geöffnet und die Dämmung zum Trocknen herausgenommen werden.


Käfer- und Mäuseschutz
Baustoffe aus Rein-Hanf kommen ohne Insektengifte o.ä. aus, denn sie haben einen natürlichen Schutz gegen Ungeziefer: Mottenfraß o.ä. ist ohnehin ausgeschlossen. Hanffasern sind sehr schlecht käfergängig und auch Mäuse sind äußerst unwillig, Hanffasern zernagen zu wollen: Hanffasern sind zu fest, als dass sie schnell zernagt werden können. Hanf und Lehm sind nicht futterrelevant.



Vorschriften für die Verarbeitung      -       Hanf-Dämmwolle


Einbaurichtlinien Hanf-Dämmstoffe
Hanffasern neigen aufgrund ihrer leichten Struktur dazu, von bewegter Luft aufgewirbelt zu werden. Die Hanffasern sind zwar nicht gefährlich und werden vom menschlichen Körper abgebaut, jedoch "macht die Dosis das Gift" (Paracelsus). So auch beim Staub. Daher ist immer ein Atemschutz zu empfehlen.
Damit sichergestellt ist, dass eine Dichte von 50 kg/m³ erreicht wird, ist vorher ein Stopf-Versuch zu machen. Z.B. berechnet man für einen Hohlraum mit bekannten Abmessungen die entsprechende Dämmstoffmenge und stopft dann den Hohlraum damit aus. Der Hohlraum soll, was die Dicke betrifft, möglichst ähnlich den Bauteilabmessungen sein. Aufgrund der dazu benötigten Menge Hanfdämmwolle ergibt sich dann der Verdichtungsgrad.
Vereinfachte Regel:
Sind bereits erste Erfahrungen vorhanden, gilt die vereinfachte Regel:
1. Es sollte immer ohne Kraftanstrengung gestopft werden!
2. Das Gefach muss optisch gut gefüllt sein! Optische Kontrolle, besonders in den Ecken!

Beim Einbringen der Hanffaser-Dämmwolle muss diese trocken sein. Man erkennt diesen Zustand daran, dass die aufgelockerte Wolle nach dem Zusammendrücken wieder gut zurückfedert. Die Materialfeuchte beträgt dann ca. 12 %. Das Befüllen der Ecken muss sorgfältig erfolgen, damit keine Hohlräume und somit Wärmebrücken entstehen. Das Verdichten der Hanffaser-Dämmwolle wird entweder von Hand aus oder mit entsprechenden Hilfsmitteln (z. B. Holzstäben; als Schüttung: Harken oder Rechen) durchgeführt. Es ist immer besser etwas mehr als zu wenig Dämmstoff einzubringen. Sämtliche bauphysikalischen Eigenschaften werden mit höherer Dichte besser. Die Wärmeleitfähigkeit wird niedriger, die Hohlraumdämpfung wird größer und auch das Brandverhalten wird mit höherer Dichte günstig beeinflusst. Das Tragen eines Atemschutzes ist zu empfehlen. Bei sehr großen Dämmstoffdicken (ab 35 cm) und sehr glatten Oberflächen der Wand-Beplankungen sind konstruktive Maßnahmen vorzusehen, um ein Setzen der Wärmedämmung mit Sicherheit ausschließen zu können. Besonders sorgfältig sind Hohlräume von Bauteilen zu füllen, bei denen der Wärmestrom von oben nach unten gerichtet ist. Bei der Verwendung von Holzwerkstoffplatten darf der Steher- oder Trägerabstand nicht zu groß werden, da sonst die Platten ausbeulen können. Dies kann auch dadurch verhindert werden, dass an der Außenseite stärkere Querhölzer angeordnet werden, die gleich als Unterkonstruktion für die Außenschalung dienen.
Werden nach oder während des Dämmens Maurer- oder Putzarbeiten ausgeführt oder wird Nassestrich verlegt, so ist zu beachten, dass große Mengen an Schwitzwasser kondensieren, meist im Spitzboden.


Planungshinweise Hanf-Dämm-Wolle HDW
Als Richtwert der Einbaudichte gilt 50 kg/cbm. In den Verarbeitungshinweisen, die als Beipackzettel mitgeliefert werden, werden entsprechende Flächengewichte vorgeschlagen. Bei größeren Dämmstärken ab 22 cm sind 55 kg/cbm einzubauen. Ab 35 cm 60 kg/cbm. Faserschüttungen sind generell mit 60 kg/cbm zu berechnen.
Vertikale Hohlraumdämmung (Wanddämmung) ist nur bis zu einer ungebremsten Dämmhöhe von 3 m setzungssicher. Daher sollte spätestens alle 3 m ein Auffangquerung eingebaut werden. Geneigte Hohlräume (Dächer) benötigen spätestens alle 4 - 5 m eine Auffangquerung.

Wider besseren Wissens sind wir in der BRD genötigt, die HDW innenseitig mit einem Diffusionswiderstand von sd = 100 m und außenseitig mit sd = 0,2 m zu sichern. Wir geben darüber hinaus folgende Gewährleistungen:
Generell gilt für die Planung unter Berücksichtigung der Diffusionswerte die Mollsche Sicherheitsformel:
Trockungsvermögen > Feuchtebelastung
Bei selbstdämmenden Bauteilen gegen die Außenluft ohne feuchtigkeitsspeichernde Massivbauelemente (Mauerwerk oder Massivlehmwände) ist nachzuweisen: 1.) sd(innen) >> sd(außen) und 2.) sd(innen) >> Dicke(Hanfdämmung); sicherheitshalber ist mit sd(innen) >> 2* sd(außen) und sd(innen) >> 2* Dicke(Hanfdämmung) zu planen. In Räumen, die eine höhere Luftfeuchtigkeit erwarten lassen (z.B. Feuchträume), sollte eine Dampfbremse mit sd > 2 m an der Innenseite der Bauteile ausgeführt werden, da sonst durch Konvektion Feuchtemengen in die Konstruktion gelangen können.
Für zu dämmende Bauteile gegen die Außenluft mit massivem feuchtigkeitsspeicherndem Außenbauelement (i.d.R. ist hier sd(innen) >> 2* sd(außen) nicht möglich und auch nicht nötig) ohne Diffusionssperre ist lediglich nachzuweisen, dass sd(innen) >> 2* Dicke(Hanfdämmung), jedoch sicherheitshalber mit Faktor größer 4, also sd(innen) >> 4* Dicke(Hanfdämmung).
Bei dichter Außenhaut wie etwa Dachpappe fordern wir einen Faktor größer 6.


Die äußere Winddichtung verhindert ein Durchströmen der Wärmedämmung durch kalte Außenluft. Die außenseitige Beplankung soll so diffusionsoffen wie möglich sein. Wärmebrücken sind zu vermeiden. Für Holzbauteile ist ein Feuchtegehalt im Endzustand von u <= 20 Gew.% einzuhalten. Während der Bauphase ist sicherzustellen, dass die Konstruktionshölzer und der Wärmedämmstoff nicht unzulässig befeuchtet werden. Bei Berührung mit massiven Bauteilen ist sicherzustellen, dass deren Feuchtegehalt 6 % im Mittel nicht übersteigt. Bei Böden gegen nicht beheizte Gebäudeteile und gegen Außenluft muss der außenseitige Bauteilanschluss diffusionsoffen ausgebildet werden (sd <= 0,2 m). Die Luftfeuchtigkeit in den zu dämmenden Räumen darf im Jahresmittel nicht höher sein als die der Außenluft. Für die Dämmung von erdberührten Außenwänden und Fußböden darf Hanf-Dämm-Wolle nicht verwendet werden.

Werden vor, nach oder während des Dämmens Maurer- oder Putzarbeiten ausgeführt oder wird Nassestrich verlegt, so ist zu beachten, dass große Mengen an Schwitzwasser kondensieren, meist im Spitzboden. Die Hanf-Dämm-Wolle ist gegen dieses Schwitzwasser zu schützen, generell gegen jede Art Baufeuchte.


Brandverhütung auf der Baustelle
Hanfdämmwolle im planmäßigen Verdichtungszustand brennt mäßig und zeigt ähnlich wie Holz ein kontrollierbares Abbrandverhalten. Aufgelockerte Hanfdämmwolle mit geringer Dichte ist allerdings entflammbar. Nicht eingebaute und nicht verdichtete Hanfdämmwolle ist vor offener Flamme hinreichend zu schützen. Für spezielle Arbeiten auf der Baustelle mit offener Flamme sind die entsprechenden Richtlinien zu beachten.


Lagerung der Hanf-Dämmstoffe
Hanfdämmwolle als organisches Material muss vor Feuchtigkeitseinwirkung geschützt werden. Die Folierung, die für den Transport notwendig ist, sollte so bald wie möglich entfernt werden und die Pressballen an einem trockenen Ort gelagert werden, am besten in einem lüftbaren Raum. Muss dennoch im Freien gelagert werden, so ist zwischen der Abdeckung und dem Hanf- Pressballen ein Abstand von mind. 10 cm einzuhalten, um eine Belüftung zu gewährleisten. Die Abdeckung soll auch nicht allseitig bis zum Boden reichen, sondern eher wie ein Schirm ausgebildet sein.
Bei Neubauten ist mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit zu rechnen, da frischer Putz, Mauerwerk und Beton noch längere Zeit große Mengen an Feuchtigkeit abgeben.





Vorschriften für die Verarbeitung       -       Hanf-Lehm-Baustoffe


Bezüglich des Einbaus sind die Herstellerempfehlungen zur Verarbeitung zu beachten.

spezielle Einbaurichtlinien für Hanf-Lehm-Schallschüttung LLS 200 und LLS 300
Grenzwerte für Hohlraumschüttung
Minimal 4 cm
Maximal 40 cm
Grenzwerte für Last abtragende Fußbodenaufbauten
Minimal 4 cm
Maximal 14 cm
Bei Last abtragendem Einbau der Hanf-Lehm-Schallschüttung muss sorgfältiges Verdichten gemäß Verarbeitungsrichtlinien gewährleistet sein. Nach der Verdichtung des Schüttdämmstoffes ist die Oberfläche soweit einzuebnen, dass eine voll aufliegende und ebenflächige Verlegung von Dämmschichten oder Estrichen ermöglicht wird.
Die druckbelastbare Hanf-Lehm-Schallschüttung ist mit einer Überhöhung von 5 % einzubauen.
Die Einbaudicke muss in jedem Punkt mit der Nenndicke übereinstimmen und darf die angegebenen Grenzwerte nicht überschreiten. Die Einbaudicke ist vom ausführenden Betrieb zu prüfen. Das Dämmmaterial kann verwendet werden, wenn die Schalldämmanforderungen durch eine Trittschallminderung DLw des Fußbodenaufbaus in Verbindung mit einer Massivrohdecke erfüllt werden soll.


allgemeine Einbaurichtlinien für Hanf-Lehm-Baustoffe
Beim Schütten und trockenen Verarbeiten ist das Tragen eines Atemschutzes zu empfehlen.
Beim feuchten oder nassen Verarbeiten der Hanf-Lehm-Baustoffe muss ausreichend frostfreie Trockenzeit bei der Bauplanung bedacht werden. Empfehlenswert ist daher eine Verarbeitung von März bis August. Während der Trocknungszeit ist für ständigen Durchzug (24 h am Tag) zu sorgen. Bei künstlicher Bautrocknung ist zu beachten, dass das gesamte, während der Trocknung aus dem Lehm verdunstet Wasser, sich als Kondensat irgendwo niederschlägt. Insbesondere muss Dämmung gegen Kondensat geschützt werden.
Lehmbaustoffe werden im Wohnbau eingesetzt. Bauteile, die dauerhaft Feuchte ausgesetzt sind (z.B. Keller), Bauteile an denen das Austreten von Salzen nicht ausgeschlossen werden kann (z.B. nicht gegen das Erdreich abgesperrte Mauerwände) sind für Lehmputze nicht geeignet.
Putzflächen großer mechanischer Belastung (z.B. im öffentlichen Raum) sind für Lehmputze nicht geeignet.
Mit den Putzarbeiten sollte erst begonnen werden, wenn die zu verputzenden Bauteile trocken sind, insbesondere ein Schwinden und Setzen ausgeschlossen werden kann. Versottete, also von Ruß oder Teer getränkte Flächen können nicht mit Lehmputzen verputzt werden. Die Putz-Untergründe müssen von Staub, losen Bestandteilen, Farb- und Tapetenresten gereinigt sein.


Planungshinweise Hanf-Lehm-Baustoffe

Hanf-Lehm-Dämmmaterial muss nach dem Einbau vor Feuchte und Nässe geschützt werden.
Hanf-Lehm-Baustoffe müssen vor Witterung, vor aufsteigender Feuchte und jedwede Art von Wassereintritt geschützt werden. Andererseits stellt ein Hanf-Lehm-Putz eine Dampfbremse dar. Ein Feuchteeintrag durch Diffusion wird durch Hanf-Lehm-Baustoffe gebremst. Entsprechende Berechnungen sind beim Hersteller zu erfragen.
Werden vor, nach oder während des Dämmens Maurer- oder Putzarbeiten ausgeführt oder wird Nassestrich verlegt, so ist zu beachten, dass große Mengen an Schwitzwasser kondensieren. Hanf-Baustoffe und Hanf-Lehm-Baustoffe sind gegen Baufeuchte zu schützen.


Schimmel- und Pilzbildung und Salzausblühungen während der Trocknungszeit

Grundsätzlich verhindert eine schnelle Trocknung Schimmelbildung und Salzausblühung. Für Schimmel- oder Pilzbildung sind die humosen Bestandteile während der nassen Phase verantwortlich, für Salzausblühungen mineralische, insbesondere die Tonanteile ebenfalls nur während der nassen Phase. Nach vollständiger Trocknung verlieren sich diese Phänomene vollständig. Fruchtkörper sind nach Austrocknung und vor der Weiterverarbeitung zu entfernen, Schimmelbelag und Salzausblühungen sind abzubürsten. Dabei ist ein Atemschutz zu verwenden.


Schwundrisse im Lehmbau

Schwundrisse während der Trocknung sind normal, insbesondere bei schneller Trocknung. Dies ist kein Materialmangel. Größere Schwundrisse können insbesondere dann auftreten, wenn die Mischung mehrfach nachgewässert wurde. Kleine Schwundrisse werden mit der Schwammkelle ausgeglichen, größere müssen nachgeputzt oder mit Kalfaterhanf verfüllt werden.
Anschlüsse ans Mauerwerk oder an Holzkonstruktionen müssen immer mit Kalfaterhanf oder Hanf-Kalfaterband verfüllt werden.


späte Rissbildung im Lehmputz

Holzkonstruktionen alter Gebäude werden bei Umbauarbeiten stärker oder weniger stark belastet. Damit wird das über Jahrzehnte eingestellte Gleichgewicht zwischen Last und Lastabtragung verändert. Folglich kann auch längst endtrockenes Holz wieder in Bewegung (mm) geraten. Neue Dachstühle arbeiten trotz modernster Trocknungsanlagen noch lange. Heftige Stürme und Schneelast können ebenfalls mm-Verschiebungen in der Dachkonstruktion bewirken. All diese Gründe führen gerade in Dachausbauten immer wieder nach einigen Jahren zu Rissbildungen im Putz, insbesondere auch im Lehmputz. Ihnen muss konstruktiv vorgebeugt werden. Ein höherer Aufwand bei der Vorbereitung der zu verputzenden Wand- und Deckenflächen macht sich oft bezahlt.


Lagerung der Hanf- und Hanf-Lehm-Baustoffe

Hanf- und Hanf-Lehm-Baustoffe müssen vor Feuchtigkeitseinwirkung geschützt werden. Die Folierung, die für den Transport notwendig ist, sollte so bald wie möglich entfernt werden. Die Lagerung erfolgt an einem trockenen Ort gelagert werden, am besten in einem lüftbaren Raum. Bei Neubauten ist mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit zu rechnen, da frischer Putz, Mauerwerk und Beton noch längere Zeit große Mengen an Feuchtigkeit abgeben.
Hanf- und Hanf-Lehm-Baustoffe sind vor offener Flamme hinreichend zu schützen. Für spezielle Arbeiten auf der Baustelle mit offener Flamme sind die entsprechenden Richtlinien zu beachten.


Allgemeine Richtlinien Lehm-Baustoffe
Es gelten die allgemeinen Richtlinien des Lehmbaues und des Mauerwerksbaues, insbesondere die Lehmbaurichtlinien- ehem. DIN 18951- DIN 18956, DIN 1053 Mauerwerksbau, die DIN 1169 Mörtel für Putz und Mauerwerk, DIN 4102 Normen für Brandschutzmaßnahmen, DIN 4108 Normen für Wärmeschutz, DIN 4109 Schallschutz im Hochbau.
Für den Außenbereich sind Hanf-Lehm-Baustoffe nicht geeignet. Anderenfalls ist bei entsprechender Bewitterung Kalkputz- zweilagig oder Kalkfeinputz auf einem Lehmaußenputz zu verwenden. Bei starker Bewitterung ist eine Verschalung oder Verschindelung der Wetterseiten vorzuziehen.
Grundierungen oder Schlämmen sind je verwendeten Putzmaterialien entsprechend den Lehmbaurichtlinien vorzusehen.
Es gelten die Normen der DIN 18550 Putz aus Mörtel mit mineralischen Bindemitteln und das WTA Merkblatt 2-7-01/D Kalkputz in der Denkmalpflege.