| Botanischer Name |
Cannabis sativa L. ; eng. Hemp; franz. Chanvre; span. Cáñamo;
schwed. Hämpa; poln. Konope; russ. Конопля ; KN/HS-Nummer * 5302 ff. |
| Pflanzentyp |
einjährige Nutzpflanze mit buschigem Wuchs, zweikeimblättrig,
zweihäusig, |
| Standort |
liebt grundwassernahe
fruchtbare Böden,
auch auf Moorböden möglich |
| Größe |
bis zu 4 m hoch; |
| Aussaat |
Mitte April, verträgt geringe Nachtfröste |
| Blüte |
angenehm aromatischer
(herber) Geruch
männlich: sehr klein, weiß bis rostrosa; weiblich: unscheinbar |
| Ernte |
August mit Spezialkombine; Faserreife 90 - 110 Tage; Samenreife 110 -
120 Tage |
| Röste |
Feldröste: 3 bis 5 Wochen auf dem Acker; Wasserröste: 10 bis 14
Tage im Wasserbecken |
| Nutzung |
Samen -> Öl; Stängelrinde -> Fasern; Stängelmark -> Schäben |
| Anbau |
selbstverträglich; gute Vorfrucht; bereinigt den Standort |
1939 verstärkter Hanfanbau für die Deutsche Wehrmacht
allein in der Uckermark stehen zwei Hanffabriken: Löcknitz
noch vor 1945 geschlossen;
  Friedland 1964 geschlossen
1996 nach Verbot (1982) Wiederzulassung des Hanfanbaus;
Gründung der Hanf-Faser-Fabrik Uckermark |
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Die Verarbeitung von Faserhanf unterteilte sich traditionell in die Prozeduren:
Rösten (Wasserröste) - Dörren - Riffeln - Brechen - Schwingen
- Hecheln
Der Rohstoff war langes Hanfstroh in Garben gebunden. Die so gewonnene Langfaser
konnte dann versponnen werden.
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Auch heute geschieht die Verarbeitung
immer noch rein mechanisch, wobei die Röste eine Feldröste ist, das Dörren entfällt,
dafür aber der Logistik eine große Rolle zukommt. Das Riffeln, Brechen, Schwingen,
Hecheln wird heute etwas anders benannt, die Verfahren arbeiten nach modernen Wirkprinzipien, die Anliegen der einzelnen Arbeitsschritte sind aber gleich.